Das Meade Starfinder 8 Zoll EQ:

Gebraucht, für 540 Euro auf ebay ersteigert, stellte dieses Teleskop die perfekte Lösung für meine Ansprüche für die Astrofotografie dar. Der Speigeldurchmesser beträgt 8 Zoll (203mm), die Brennweite beträgt 1220mm. Der Tubus besteht aus Sonotube (Karton), ist innen schwarz matt lackiert und genügt den normalen Ansprüchen völlig. Wir haben ihn aber zusätzlich von innen mit schwarzer Veloursfolie ausgeklebt, was den Kontrast zuätzlich erhöht. Die deutsche (äquatoriale) Montierung ist ihr Geld auch Wert. An eine 12V-Powerstation angeschlossen, gut austrariert und ausgerichtet führt sie unerbittlich nach, wobei das mit dem Austrarieren und Ausrichten nicht so einfach ist. Die Montierung besitzt nämlich werder einen Polsucher, noch die Ausbaufähigkeit dafür. Das Gewinde für die Klemmschraube der Deklinationsachse muss bei mir dafür herhalten, einen Holzstock zu tragen, an dem ich zum Ausrichten auf den Himmelspol ein Sucherfernrohr befestige. Das Austrarien muss ja eigentlich nur einmal geschehen, wenn man Markierungen am Tubus und an der Gegengewichtsstange anbringt, und keine schweren Geräte zusätzlich anbringt. Doch mit der Casio QV 5700 am Okular stellt sich in jeder Lage ein anderer Hebelarm ein, der bei der Nachführgenauigkeit leider nicht vernachlässigbar ist. Hier muss vor jeder Aufnahme nachtrariert werden. Der Nachführmotor verfügt über eine Rutschkupplung, sodass es keine Klemmung in der Rektaszensionsachse gibt. Was gibt es sonst noch zu sagen? Die Verarbeitung ist einwandfrei, der Okularauszug ist schrott (zu viel Speil / Shifting, was aber nur bei hohen Vergrößerungen eine Rolle spielt), Das Teil ist sauschwer, aber sehr schnell auf- und abgebaut und somit gut transportabel.

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