Das Bresser DS-B 114 EC

Mit 114mm Spiegeldurchmesser gehört es natürlich zu den Anfängerteleskopen. 900mm Brennweite sorgen in Verhältnis zur Öffnung nicht gerade für Lichtstärke. Aber die Verarbeitung ist gut, und sorgt doch schon in dieser Größenklasse für viel Spaß. Für 450 Mark (kurzzeitiger Aktionspreis statt 999 DM), waren beide Motoren, die Handsteuerbox und anderes Zubehör dabei. Bei der Montierung handelt es sich um eine azimutale (Gabelmontierung). Zusätzlich habe ich mir dann nach einiger Zeit den Autostar-Computer(160 Euro), der die Handsteuerbox ersetzt, und einen Fokusmotor (60 Euro) angeschafft. Der Autostar 497 hat 30000 Objekte espeichert, welche für dieses Teleskop natürlich größtenteils zu schwach sind. Nach einer ungefähren Ausrichtung nach Norden und in der Waagrechten, dem Anschluss an meine 12V-Powerstation, der Eingabe der geographischen Länge und Breite, dem Datum und der Uhrzeit, weiß der Autostar ungefähr, in welche Richtung das Teleskop blickt, und fährt 2 Referenzsterne an. Diese müssen dann noch genau im Teleskop zentriert werden, und dann beginnt das Teleskop mit der automatischen Nachführung. Ab hier steht einem die Datenbank zur Verfügung, und der Himmel kann kennengelernt werden. Die Nachführung ist je nach Ausrichtungsgenauigkeit besser oder schlechter. Außerdem muss man mit dem Teleskop öfters "trainieren", damit sich der Autostar stetig verbessert. Die Motoren sind außerdem stark genung, um noch zusätzlich ein Leitrohr anzubringen. Hier kam mein Kaufhaus-Refraktor (60/700 mm) wieder zum Einsatz. Das hat den Zweck, dass am Hauptrohr mit unserer umgebauten Philips ToUcam Pro fotografiert werden kann, während man am Leitrohr die Positionierung überprüft. Letztlich ist das Bresser DS-B 114 EC ein sehr gutes Einsteigerteleskop, man lernt dabei aber leider nichts, da man eigentilch ohne jegliche Literatur und Sternenkarte auskommt. Außerdem ist die optische Qualität des 4,5"-Teleskops natürlich nicht mit der eines 8 Zöllers vergleichbar.

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